Johann Daniel Berckelmann[1]

männlich 1676 - 1739  (62 Jahre)


Angaben zur Person    |    Quellen    |    Alles    |    PDF

  • Name Johann Daniel Berckelmann 
    Geboren 24 Apr 1676  Wallensen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [2
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 1 Mrz 1739 
    Occupation 1744  Walsrode Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Rektor 
    Personen-Kennung I3557  Vennekohl
    Zuletzt bearbeitet am 9 Jun 2016 

    Vater Daniel Berckelmann,   geb. 1631, Göttingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 1708, Wallensen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 77 Jahre) 
    Mutter Anna Elisabeth Beckmann,   geb. geschätzt 1630, Einbeck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Verheiratet vor 1676 
    Familien-Kennung F415  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie N. N.,   gest. 21 Jul 1745, Wallensen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kinder 
    +1. Ilse Sophie Berckelmann,   geb. geschätzt 1660, Einbeck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Zuletzt bearbeitet am 12 Feb 2018 
    Familien-Kennung F422  Familienblatt  |  Familientafel

  • Quellen 
    1. [S2] Saalechronik, Daniel Eberhard Baring, (Johann Heinrich Meyer, Lemgo 1744), 1744.
      Johann Daniel Berckelmann, Rector zu Walsroda, ist gebohren Anno 1676. den 10ten April. Sein Vater Daniel ein Sohn des Abts Theodori zu Amelunxborn folget dem seel. M. Samuel Erich hieselbst im Predigt-Amte. Die Mutter Anna Elisabeth Beckmann, Herrn Heinrich Beckmann eines angesehenen Bürgers in Eimbeck, und der Kaufmannschaft Vorsteher daselbst, Tochter. Wie er nun gesund das Licht der Welt erblicket, hat ihn bald darauf aus der H. Tauffe gehoben, M. Johannes Redeker, Superintendens zu Münder, welcher ihm den Nahmen Johann Daniel beygelegt. In seiner ersten Jugend ist er von seinem Vater selbst zu allem guten angewiesen, hat auch den ersten Grund so wohl im Christenthum, als der Latinität geleget. Anno 1668. aber hat er ihn nach Göttingen in das Pædagogium gebracht. Nachdem er nun daselbst 5. Jahr nicht ohne grossen Nutzen frequentiret, hat ihn sein seel. Vater seinem Schwager, Herren Henningo Baring, Predigern zu Oberg anvertrauet, (als welcher auch den nachmahls berühmten Johann Georg Eckardt, ehe er in die Schul-Pforte bey Naumburg gebracht worden, in der Information gehabt.) so nach eigenem Geständniß in dem von ihm selbst aufgesetzten Lebens-Lauffe, das seine redlich Saale-Chronik von 1744 gethan, und ihn wohl fortgebracht. Weil es aber Gott gefallen, dass gemeldeter mein Vater bey einem gethanen unglücklichen Fall durch den Boden Anno 1694. auf Jacobi Tag, sein Leben, vier Wochen nachher, einbüssen müssen; hat ihn sein Vater nach Eimbeck gebracht, woselbst er anderhalb Jahr der fleißigen Information des berühmten Rectoris Gotsman genossen.
      Als aber seinem Vater die Kosten zu schwer gefallen, den Tisch ferner vor ihn zu be-zahlen, hat er sich bemühet durch Information anderer Leute Kinder fort zu helffen. Und weil er in Eimbeck kein freyes Hospitium antreffen könne, sich mit seines Vatern Bewilligung nach Hildesheim gewandt; woselbst er durch gute Vorsorge des damahligen Directoris Herrn M. Losii bey dem Herrn D. Albrecht ein freyes Hospitium erlanget, und daselbst noch anderthalb Jahr seine Studia forgesetzet. Anno 1698 hat er endlich auf Gutachten seiner Herren Præceptorum, und Bewilligung seines Vaters nach Jena auf die Universität sich begeben, um auf den gelegten Grund guter Wissenschaften was rechtes zu bauen. Und hat unter den berühmten Männern D. Bechmann C. Veltheim, D. Hebenstreit, D. Reunern, und andern so wohl Philosophica als Theologica, nicht nur publica, sondern auch privata collgia bis in dritte Jahr gehöret. Nachdem er die Universität Jena verlassen, hat es sich gefüget, das im A. 1701 um Ostern von dem weyland Hochwohlgeb. Herrn von Ahlden zu Süd-Campen seine Adeliche Jugend anvertrauet worden, welche er über drittehalb Jahr unterrichtet: von da ist er nach der Böhme bey des sell. Amtmann Heuckenroths Witbe gefordert; deren drey Söhne er auch anderthalb Jahr informiret.
      Um nun seine Beförderung desto leichter zu machen, hat er sich nach Helmstädt gewendet, sich noch ferner in denen Theologischen Wissenschaften feste zu setzen, auch daselbst noch in die zwey Jahr zugebracht. Hieselbst aber hat er nicht nur eine schwere Krankheit ausgestanden, sondern es hat auch die betrübte Post von seines seel. Vaters Ableben ihn wieder abgefordert. Wie er sich nun auf neue um Information bemühet, ist er von dem Herrn Amtmann Schlüter zu Allersheim im Wolffenbüttelischen bey seine Kinder zu einem Præceceptor angenomme worden, welcher Information er 2. Jahr so vorgestanden, dass ihn der Herr Amtmann ungern fahren lassen; allein da er sich um seine Beförderung bemühet, hat es sich durch Gottes Schickung gefüget, dass er A. 1710. dem 16. Sept. als Rector in Walsrode eingeführet; heyrathete in eben diesem Jahre Jungfer Elisabeth Anna Bröseken, seel. Heinrich Bröseken Rectoris emeriti daselbst älteste Tochter, mit welcher er 4. Kinder, als 2.
      Söhne Joh. Friederich, itzo Candidatus Theologiæ und Joh. Ludewig, ein Chirurgus, und 2. Töchter nemlich Dorotheam Louisam Eleonoram, und Margaretham Julianam gezeugt; und starb Anno 1739. den 1ten Mertz im 63. Jahre seines Alters.

    2. [S69] KB Wallensen, 1676 #20, 24 Apr 1676.
      den 23. Pastoris Söhnl. Johan Daniel getauft worden.
      Gevattern: Joan Redecker Superint. zu Münder und Herr Werner Daniel Berckellman Zehentner zu Goßlär.