Laurentiaus Christophorus Erich

Laurentiaus Christophorus Erich

mnnlich 1655 -

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  • Name Laurentiaus Christophorus Erich 
    Geboren 10 Okt 1655  Wallensen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Geschlecht mnnlich 
    Personen-Kennung I3309  Vennekohl
    Zuletzt bearbeitet am 5 Jun 2016 

    Vater Samuel Erich,   geb. geschtzt 1620 
    Mutter Dorothea Duven,   geb. geschtzt 1630 
    Verheiratet geschtzt 1660 
    Familien-Kennung F307  Familienblatt  |  Familientafel

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  • Quellen 
    1. [S2] Saalechronik, Daniel Eberhard Baring, (Johann Heinrich Meyer, Lemgo 1744), 1744., 1655 #33, 10 Okt 1655.
      Laurentiaus Christophorus Erich, Archi-Diaconus der Kirche zu Zelle; ist gebohren zu Wallensen im Ambte Lauenstein Anno 1655. den 10. October Morgens zwischen 6. und 7. Uhr. Sein Vater war M. Samuel Erich damahliger Pastor in erwähntem Wallensen, nachmahls aber Pastor an St. Jacobi Kirche in Eimbeck. Die Mutter Dorothea Duven, Herrn Gottschalks Duven eines Hannöverischen Kauff- und Handelsmanns und Catharinen Preckels Tochter. Adelarius Erich P. zu Perchra in Thüringen und Barbara Mich. Rothards Predigers in Mühlhausen Tochter, waren dessen Groß-Eltern. Alsbald dieser unser Herr Erich gesund ans Tages-Licht gebracht, haben dessen liebe Eltern Ihn dem Herrn Jesu zuführen lassen, dem zufolge D. Laurentius Duve Syndicus zu Goßlar sein Vetter, und M. Christoph Froberger Past. zu Rößig ihn aus der Tauffe gehoben, und bey Anwachs der Jahre ist er zu allen Wissenschaften angeführet, dem zufolge er Anno 1661. die Schule in Hannover frequentieret, darin er sich drey Jahr aufgehalten. Als aber ann 1665. sein lieber Vater nach Eimbeck gefordert, ist er mit selbigem dahin gezogen, und der getreuen Anweisung Herrn Johann Heldii, M. Aug. Rudolph. Forsteri, M. Breithaupts und Henrici Lozii untergeben worden. Anno 1671 wehlet man vor ihm die Schule zu Nordhausen, da er M. Frid. Hildebrand Rect. und M. Paul. Cor. Schöder Con-Rect. ein Jahr gehöret, allwo dieser letzterer als Hospes von ihm geehrt worden. Anno 1673 wurde er ins Göttingische Gymnasium gesandt, da er den bekannten geschickten Schulmann M. Heinrich Tollium Pædagogiarchum, und dessen Successorem Justum a Dransfeld als Præseptores zwey Jahr durch gehöret. Anno 1675. begab er sich auf die Erfurtische Academie, und bediente sich der Lectionum des Senioris Nicolai Stengeri und Gözzii, von da er die benachbarte Jenische Universität besuchte, die berühmteste Männer, als D. Joh. Musæum und D. Friedemann Beckmann, bey welchem er am Tisch und Hause lebte, D. Bayerum, Frischmutum, Gözium, Veltheimium, Sagittarium zu Præceptores drey Jahr lang brauchete. Anno 1680. wehlet er Helmstädt und kam zu d. Titio, der ihn ins Haus nahm, und privatissime unterwiese, darüber aber verstarb, doch hielte er in diesem jährigen Daseyn sich auch noch an D. H. Conring, G. Th. Meyer, Calixtum, Fröhling und P. Heigeln. Anno 1682 ward ihm die Pfarre zu Brincken in der Ober-Grafschaft Hoya ohnweit Bremen conferiret; deswegen ihn D. Hildebrand, M. Binder, M. Heidelmann, Herr Eichfeld und G. W. Molanus am 4. Junii examinierten, bis dahin er der Hülffe seines lieben Vaters genoß, der ihm aber am 9ten Septembr mit Tode abging. Den 12ten Novembr. oder XXII. Post Trinit. wurde er durch den Superint. Lüdecken der Gemeine vorgestellt, den 22ten Nov. von obgedachten Männern ordiniret, und darauf am 10ten Dec. oder 2ten Adventus introduciret. Hier bleib er zwey Jahr, denn es geschahe dass ihn die Hochwürdige Aebtißin des freyen Adelichen Stiffts Bassen, eine gebohrne von Oeffner an die Stelle des M. Naumanni, Pastoris anno 1684. den 23. Sept. wehlete, und nach erhaltener Confirmation des Durchl. Herzogs Georgs Wilhems als Episcop, durch bemeldeten Sup. Ludecken Dominica IV. Adventus eingeführet. Hier blieb er sieben und ein halb Jahr, nach deren Ablauff er Anno 92. den 23.ten April gar unvermuthet nach Zelle beruffen, und da er göttliche Schickung lediglich spührete, wollte er dem ordentlichen Ruff sich nicht widersetzen, daher hielte er dasselbe Jahr am Himmelfahrts-Tage die Probe-Predigt, und ward Dom. II. p. Trinit. in sein Amt gewiesen, und der ansehnlichen Gemeinde vorgestellet. Wegen seiner guten Conduite wurde er von jedermann geehret, führete auch das heilige Amt ganzer 9. Jahr mit grossem Seegen. Die letzten drey Jahr plagte ihn die Gicht gewaltig, und da die Medicin nichts sonderliches wollte ausrichten, wurden die Pyrmontischen Wasser und endlich die warmen Bäder in Böhmen, Carls-Bad genannt, erwehlet; ward aber auf der Rückreise von zustossender Krankheit überfallen, und muste in Leipzig Anno 1701. den 3ten Julii seine irdische Wallfahrt endigen. Den verblichenen Cörper nahmen die Herrn Brümer in ihr Erb-Begräbniß in der Pauliner- oder Universitäts-Kirche, nachdem er nur 48. Jahr gelebt hatte.