Harm Christoph Ahlswede

männlich geschätzt 1688 - 1757  (~ 69 Jahre)


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  • Name Harm Christoph Ahlswede  [1, 2, 3, 4, 5, 6
    Geboren geschätzt 1688  Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Death 29 Jul 1757  Heyen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Harm Ahlswede, Ackermann in Dielmissen
    Harm Ahlswede wurde, da er den französischen Bagage-Treck Vorspann gegeben und von seinem eigenen Pferde in die Seite geschlagen, auf den folgenden Tage zu Heyen verstorben, selbst begraben. KB Dielmissen 
    Residence Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Ackerhof 46 
    Gestorben 29 Juli 1757  Heyen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Begraben Heyen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I24741  Vennekohl
    Zuletzt bearbeitet am 30 Jun 2019 

    Vater Hanß Eberhard Alschweden,   geb. geschätzt 1660, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. geschätzt vor 1716, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 56 Jahre) 
    Familien-Kennung F5357  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Catharine Marie Meyer,   geb. geschätzt 1694, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 24 Febr 1774, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 80 Jahre) 
    Verheiratet vor 1717  Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kinder 
    +1. Sophie Marie (Margarete) Ahlswede,   geb. 1717, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 18 Mrz 1785, Dohnsen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 68 Jahre)
     2. Anna Dorothea Elisabeth Ahlswede,   geb. geschätzt 1720, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 8 Mai 1785, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 65 Jahre)
    +3. Johann Henrich Christoph Ahlswede,   geb. geschätzt 1721, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. Scharfoldendorf Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +4. Heinrich Wilhelm Ahlswede,   geb. geschätzt 1729, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 9 Nov 1788, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 59 Jahre)
     5. Hanß Heinrich Ahlswede,   geb. 24 Nov 1734, Dielmissen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. Tuchtfeld Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Zuletzt bearbeitet am 25 Jun 2019 
    Familien-Kennung F4888  Familienblatt  |  Familientafel

  • Quellen 
    1. [S50] STA Wolfenbüttel.
      Lehnsbrief von 1733 den 11ten Dezember
      Anno 1733 wurde der Sippe Ahlswede ein neuer Lehnsbrief ausgestellt. Der Text war wieder einfach abgeschrieben. Nur der Namensteil wurde aktualisiert.
      Der Lehnsherr war Georg-Ludewig Klencke.
      Lehnsnehmer als Ältester der Ahlsweden war Werner Alschwehden zu Dielmissen wohnhaft,
      seine Söhne Baltzer und Christian Alsweden und dessen Söhne,
      Hans Gerd Alswede und dessen Bruder
      Folgende Ländereien wurden wieder belehnt:
      2 Hufen Landes zum Heydahle die Fricken panne zu Kaierden unterm Pfluge gehabt
      mit dem oberen Iberg, mit einem Kothof binnen Kaierde da des genandten Fricken pannen Sohn auf gewohnt hat.
      Und in das Gut mit gehöret mit 2 Hufen Landes, die Knocken Hufe auch zum Heydahle gelegen, mit
      2 Hufen Landes zu Deselitzen in den nedderen Hagen genandt auf dem Grethufe noch mit
      2 Hufen zu Deselitzen, eine Wiese auf dem Lünier Felde genanndt die Tisemanns Wiese
      9 Morgen Landes belegen in der Feldmark zu Kaierde und in das Gut mit gehöret 15 Morgen Land in der Feldmark zu Deseliß mit dem Zehnten über dem Iberg über dem Heydahle
      Lehnsrevers von Anno 11. Dezember 1733
      Huldigungsverpflichtung der Familie Ahlswede an Georg Ludewig Klencke von der Hämelschenburg.
      Es unterschreiben Christian Alswehden, Warner Alswehden, Balßer Alswehden und Harm Alswehden (Hof 46)


    2. [S50] STA Wolfenbüttel.
      Copia des Lehnbriefs von Anno 2ten Januar 1743
      Ich Georg Ludewig von Klencke und Hämelschenburg Langreder, Ölck, Rinteln und Schlüsselburg, Erb=Herr, Ihro königlichen Majestät von Groß Brittanien und Churfürstliche Durchlaucht Bestalter Drost zu Lachem, als Ältester des Geschlechts der Klencken, uhrkunde und bekenne hiermit und Kraft dieses Brief für mich und meiner Erben, dass ich zu einem rechten Mann Erbe Lehn belehnet habe und hiermit gegenwärtig belehne mit Hand und Mund, wie das selbe Recht, Herkommen und Gewohnheit ist, maßen solches beständig Geschehen mag, von Ehrbaren und Wohlgeachteten Johann Erich Alsweden (Kaierde Nr.50) und dessen Söhne, Tönjes, Hans, Gerd, Conrad, Andreas Tönnjes, Gebrüder Alsweden und ihre Söhne (Kaierde Nr.6), Harm Alsweden, Balthasar Ernst Alsweden und ihre Söhne (Dielmissen Nr.46), Christoph, Heinrich-Harm, Ernst Hans-Hinrich und Jobst-Hinrich Gebrüder Alsweden und ihre Söhne, Johann- Caspar Alsweden und dessen Söhne, Diterich Alsweden und dessen Söhne, Ernst-Heinrich Alswede und dessen Söhne(in Mittal, 16 Jahre alt) und Johann Andreas Alsweden (Ernst Heinrich Ahlswede in Mittal Bruder, 12 Jahre alt) und dessen Söhne mit Zweyen Hufen Landes zum Heydale, die Fricken Panne zu Kaierde unterm Pfluge gehabt, mit den Obere Iberg mit einem Kothhofe binnen Kaierde, da des so genannten Fricken Pannen Sohn aufgewohnet hat, und in das Guth mitgehöret mit Zwey Hufen Landes, die Knochen Hufe genandt, auch zum Heydale gelegen, Zwey Hufen Landes zu Deselitzen in den unterm Hagen genannt, auf dem Grethofe, noch mit Zwey Hufen zu Deselitz eine Wiese auf dem Lünierfelde genannt die Wiesmanns Wiese. Neun Morgen Landes belegen in der Feldmark zum Kayerde und in das Guth mit gehöret, 15 Morgen in der Feldmark zu Deselitz mit der Zehnten über dem Iberg, über dem Heydahle und dort über alle diese vorbeschriebene Güter mit allen dessen Gerechtigkeit und Zubehörung, wie die belegen sein im Holze, im Felde, Wasser, Wiesen und Weiden, nichts davon ausbenommen, und ich Georg Ludewig von Klencke soll und will denen Alsweden und ihren Männlichen Leibes Lehns Erben dieser vorbeschriebenen Güter rechter Herr und Gewehr seyn, wann und wie öfters ihnen noth ist, und sie das von mir begehren werden. Zur Uhrkunde dessen ist dieser Brief von mir eigenhändig unterschrieben, nebst angehängten gewöhnlichen Lehns=Siegel derer Klencke. So geschehen Hamelsche Burg 2ten Januar 1743
      Georg L. von Klencke


    3. [S50] STA Wolfenbüttel.
      Lehnsbrief von Anno 2ten August 1751
      Ich Ernst August von Klencke und Hämelschenburg Langreder, Ölck, Rinteln und Schlüsselburg, Erb=Herr, Ihro königlichen Majestät von Groß Brittannien und Churfürstliche Durchlaucht Bestalter Drost zu Lachem, als Ältester des Geschlechts der Klencken, uhrkunde und bekenne hiermit und Kraft dieses Brief für mich und meiner Erben, dass ich zu einem rechten Mann Erbe Lehn belehnet habe und hiermit gegenwärtig belehne mit Hand und Mund, wie das selbe Recht, Herkommen und Gewohnheit ist, maßen solches beständig Geschehen mag, von Ehrbaren und Wohlgeachteten Harm Alsweden aus Dielmissen und seine Söhne, dessen Bruder Balthasar Ernst und seine Söhne, Tönjes, Hans Gerd, Conrad, Andreas Tönnjes und ihre Söhne, Christoph, Heinrich, Harm und Ernst Hans Hinrich, Gebrüder Alsweden und ihre Söhne, Johann Caspar Alsweden und dessen Söhne, Diterich Alsweden und dessen Söhne, Ernst Hinrich Alswede und dessen Söhne, Johann-Andreas Alsweden und dessen Söhne, Anthon Rudolf und dessen Söhne, Johann Gert, Anthon Christian, Johann Andreas und Johann Heinrich Gebrüder Alsweden und ihre Söhne mit Zweyen Hufen Landes zum Heydale, die Fricken Panne zu Kaierde unterm Pfluge gehabt, mit den Obere Iberg mit einem Koth Hofe binnen Kaierde, da der genannten Fricken Pannen Söhne aufgewohnet hat, und in das Guth mitgehöret mit Zwey Hufen Landes, die Knochen Hufe genandt, auch zum Heydale gelegen, Zwey Hufen Landes zu Deselitzen in den unteren Hagen genannt, auf dem Grethofe, noch mit Zwey Hufen zu Deselitz eine Wiese auf dem Lünier Felde genannt die Wiesmanns Wiese. Neun Morgen Landes belegen in der Feldmark zu Kayerde und in das Guth mit gehöret,
      15 Morgen in der Feldmark zu Deselitz mit der Zehnten über dem Iberg, über dem Heydahle und dort über alle diese vorbeschriebene Güter mit allen dessen Gerechtigkeit und Zubehörung, wie die belegen sein im Holze, im Felde, Wasser, Wiesen und Weiden, nichts davon ausbenommen, und ich Georg Ludewig von Klencke soll und will denen Alsweden und ihre Männlichen Leibes Lehns Erben haben diese vorbeschriebenen Güter rechter Herr und Gewehr seyn, wann und wie öfters ihnen solches Noth ist, und sie das von mir begehren werden. Zur Uhrkunde dessen ist dieser Brief von mir eigenhändig unterschrieben, nebst angehängten gewöhnlichen Lehns=Siegel derer Klencke.
      So geschehen Hämelschenburg, den 2ten August 1751
      Actum Hämelschenburg, den 16. Juli 1751
      Harm Alswede, als jetziger ältester seiner Familie von Dielmissen, braunschw. Amt Wickensen, prodecirte von denen pastore ??.. Zeugniß, dass der jetzige Lehnsträger Johann Erich Alswede, den 14.2.1751 a. c. gestorben sey, bittet nun um eine neue Belehnung, die es hiermit gesonnen haben wollte, verlegte auf den Mutschein.
      Ego
      Da auch der Lehnsherr und Droste von Klencke, den 10. Juni 1750 verstorben, wäre es ein doppelter Fall, also wieder noch 1 Taler pro Mutschein erleget, wenn künftig doppelte Lehngebühren an Geld anfallen ?.
      Text kann ich nicht lesen
      Unterschrift: 18.11.1751 In fidem JG Breyer
      Harm Alswede producierten? ältesten und jüngsten Lehnsbrief, die letzte Quittung über bezahlt so 20 Taler Genehmigungsgebühr und 4 Taler Schreib- und Siegelgebühren nebst der Designation des Lehnsparcelen und seiner Mitbelehnten, samt deren Vollmacht und Briefe vor diese beyden Fälle von einem Geld von 20 Taler an Lehnsgebühren und 4 Taler für Schreib- und Siegelgebühren. (Für beide Fälle 48 Taler bezahlt 4.11.1751)
      Er gelobte daraufhin für sich und seine Mitbelehnten denen Hl. von Klencke getreu Hold und gewärtig zu syen und von dem Lehn nichts zu veräußern, worauf demselben den neuen Lehnsbrief gegeben und die einlösende Quittung zu theilet wurde. in fidem JG Breyer


    4. [S50] STA Wolfenbüttel.
      Beschreibung des Dorfes Dielmissen 1760
      im Jahre 1760 gefertigt von Johann Julius Christoph Schmidt
      zu dieser Vermessung Subdelegirten Commissario
      Quelle: 20 Alt Nr. 96 Dorfbeschreibung 1760
      Beschreibung: Der Unterthanen, derer Hoefe, samt allen dazu gehoerigen Pertinentien und Vieh, wie auch dessen was davon järlich praehtiret und abgegeben werden muß.
      Akkerleute Nr. 1: Rel. Harm Ahlschwede hat einen Akkerhof, und dabey Schaaferey, dieser Hof ist in der Brandversicherungs-Gesellschaft Sub Nr. 46 catastriret.
      Der Hofraum hält incl. der Gebäude 89 Ruhten 78 Fuß
      Summa Perse
      An Garten: a) Einen Baum und Gras-Garten bey den Hause hält
      1 Morgen 99 Ruhten 21 Fuß
      b) Einen Kohl-Garten daselbst 1 Morgen 24 Ruhten 96 Fuß
      Summa Garten 3 Morgen 4 Ruhten 17 Fuß
      An Länderey: 3 Hufen 9 3/8 Morgen halten nach der Vermessung
      128 5/8 Morgen incl. 19 17/24 Morgen Buschwerk und Wüstes Land.
      a) Meyerland: von Fürstl. Cammer 23 11/24 Morgen
      von den Fürsten von Waldeck 68 23/24 Morgen
      von den Grafen von Schulenburg 6 ½ Morgen
      von der Kirche 1 Morgen
      b) Häger Erb-Erben Zinß-Land 15 7/8 Morgen
      c) Lehn-Land von den H. von Grone, ist zehntfrey 13 ¼ Morgen
      Facit obige 128 5/8 Morgen
      An Wiesenwachs: 23 Morgen 101 Ruhten 83 Fuß davon sind
      1.) an Grummet Wiesen 2 Morgen 53 Ruhten 14 Fuß
      2.) an Einhauichte Wiesen 17 Morgen 18 Ruhten 62 Fuß
      3.) an Hude-Kämpe 4 Morgen 30 Ruhten 7 Fuß
      Summa Wiesen 23 Morgen 101Ruhten 83 Fuß
      An Holzung: 24 7/24 Morgen am Tuchtberge Nr. 5
      An Vieh: Pferde 6 Stück, Rinder 2 Stück, Schweine 6 Stück, Kühe 4 Stück Bullen 1 Stück, Schaafe 26 Stück
      Praestiret an: a) Diensten mit den Spanne: alle Woche 2 Tage dem Fürstl. Amte Wickensen.
      Diensten mit der Hand: alle Jahr 2 Tage in der Rocken Ernte
      nebst einen Binder und von der Schäferey järl. 2 Tage dem
      Amte Wikkensen die Schaafe helfen abzuschneiden
      b) Herrschaftl. Gefällen:
      An Contribution monatl. --------------- 2 Th. 22 ggr. 10 Pf
      Thut järl. ------------------------ 35 Th 10 ggr. ? Pf
      an Proviant-Korn-Geld ist 1758 gegeben 7 Th. 9 ggr. 1 Pf
      an Landschatz järl. ------------------------ 3 Th. 6 ggr. 8 Pf
      an Schaafschatz ------------------------------------ 17 ggr. 4 Pf
      an Bierfuhren Geld --------------------------------- 10 ggr. 10 Pf
      an Wachte- Geld ------------------------------------ 4 ggr. - Pf
      an Feistekuh-Geld ----------------------------------- 1 ggr. - Pf
      an Kälber-Geld --------------------------------------- 3 ggr. 4 Pf
      an Gras-Geld ------------------------------------------- 1 ggr. ? Pf
      an Kirchmessen-Geld --------------------------------- 8 Pf
      an Sfuhlfedern-Geld ---------------------------------- 2 Pf
      Summa 48 Th 2 ggr. 1 Pf
      Kornzehnte: an die Fürstl Cammer und an die Herren von Grone
      Fleischzehnte: an die Fürstl. Cammer von den Gänsen die 10. Gans
      Der Guts-Her ist die Fürstl. Cammer bekommt järlich:
      1.) an Meyerzinß: 4 Hbt. Rocken, 4 Hbt. Hafer, dazu noch 3 ggr. Geld
      2.) an Wiesenzinß: 5 ggr. 4 Pf.
      3.) an Hüner 2 Stück
      An den Fürsten von Waldeck von den Meyerlande järlich:
      24 Hbt. Rocken, 24 Hbt. Hafer, dagegen erhält der Meyermann bey der
      Lieferung von jeden Hbt. 7 Pf. und wird selbiges Hufeschatz genannt.
      Auch bekommt der Graf von der Schulenburg zu Hehlen: jerlich Acker und Wiesen-Zinß 1 Th. 16 ggr.
      Noch entrichtet er an die Kirche in Dielmissen järlich: 1/3 Hbt. Hafer
      Ingleichen giebet er an Herrn von Grone järlich: 3 ggr. 6 Pf. Uhrkunde von den Hägerland; der Besitzer dieses Hofes ist jederzeit Hägermann und wenn selbiger verstirbt muß an das Häger-Gerichte mit Franz Grupen seinen Anteil ein Pferd oder 20 Th. und eine Köhr-Kuh oder 8 Th. bezahlet werden.
      Von den Gebäuden:
      1.) ein Wohnhaus nebst den Stalle unter einen Dache, 2.) ein Altvaterhaus 3.)eine Scheune, 4.) ein Schafstall und
      5.) ein kl. Stall, alle benannten Gebäude sind in guten stande, mit Grauensteinen gedecket und in der
      Brandversicherungs ? Catastro zu 300 Th. angesetzet.


    5. [S103] Quelle: Archiv der Familie Klencke Hämelschenburg.
      Eingabe der Lehnsherrschaft für Mittal
      Erhalten gebliebener Teil einer Eingabe der Familie derer von Klenken Hämelschenburg für das Lehen der Ahlsweden in Mittal aus der Zeit von Anno 1772 bis 1785.
      Durchlauchtiger Herzog! Gnädigster Fürst und Herr!
      Die Ahlschwedische Familie trägt verschiedene zu Middahl, Kayer und Delligsen, im Amte Greene belegene Lehngüter, von mir zu einem Afterlehen. Die Länderei welche dieses ausmachet, ist schon seit sehr langen Zeiten nur zum Teil artbar, und das übrige ist mit Holz bewachsen. Diese Holzung haben die After-Vasallen von je her benutzet. Der Ahlschwedische Hof zu Middahl, welcher ganz allein und abgesondert lieget, hat auf dieser wüsten Länderei das Vieh bis anhero geweidet. Seit Kurzem aber entsehen? es sich die Forst-Bediensteten nicht den gedachten Ahlschweden die Benutzung jener Holzung, unter dem Vorwande streitig zu machen, als wenn solche mit zu den herrschaftlichen Forsten gehöre. Sie wissen es auch beim Amte dahin zu bringen, dass denen Ahlschweden zu Middahl auch so gar die höchst nötige Viehweide in der ihnen berechtigten Holzung gänzlich untersagt wird. Dieselben noch dazu wegen ihrer rechtmäßigen Benutzung jenes Eigentums bestraft werden sollen. Ich habe hiergegen bereits unlängst in einem Handschreiben beim Amte Greene Vorstellung getan, Da ich aber darauf keine Antwort erhalten habe, so bin ich genötigt mich mit meiner Beschwerde in tiefster Untertänigkeit an Eure hochfürstliche Durchlaucht zu wenden.
      Wenn Eure hochfürstliche Durchlaucht in gnädigste Erwägung zu ziehen geruhen, dass die Ahlschweden durch eine bloße Bruchanzeige ohne deren Befugnisse selbst näher zu untersuchen, de facto aus dem rechtmäßigen undenklich langem Besitze geworfen werden. Ihnen da sie doch gleich anderen Untertanen ansehnliche Contribution (Steuern) und Abgabenentrichten müssen. Ihnen wird die nötige Viehweide vorenthalten. Da sie ganz entlegen wohnen und daher gar nicht zu anderen Triften kommen, können gänzlich abgeschnitten werden sollen. So ist das Unbillige jener Behandlung und der notwendig für sie daraus folgende Ruin deutlich abzunehmen. Bei einer gnädigst anzuordnenden Untersuchung wird sich das Ungegründete derer von den Forstbediensteten unternommenen Anmaßungen allenfalls durch eine Vermessung zeigen. Inzwischen aber müssen die Ahlschweden und der jetzige Interimswirt Braukmüller zu Middahl doch die nötige Feuerung und Viehweide genießen können. Ich bitte also Eure hochfürstliche Durchlaucht untertänigst den gnädigsten Befehl an das Amt Greene zu erlassen, dass die Ahlschweden vorläufig in ihren Rechten belassen werden.
      Hier endet der vorhandene Beleg.
      Quelle: Fotocopie aus den Akten im Archiv der von Klenken in Hämelschenburg aus der Zeit von Anno 1772
      bis 1785
      Lehnsbrief von Anno 1ten October 1787
      Ich Wilhelm Leopold von Klencke Königlicher Großbrittanischer Hannoverscher Obrist und Erbherr zu Hämelschenburg, Rinteln, Langreder, Lügde, Schlüsselburg, pp. uhrkunde und bekenne hierdurch für mich und meiner Erben und Lehnsfolger, dass ich durch diesen Brief hiermit zu einem rechten Erbmann Lehn belehnet habe und belehne mit Hand und Mund, wie dieselbe Recht, Herkommen und Gewohnheit ist, auf die Maßen solches am beständigsten geschehen mag, den ehrbaren und wohlgeachteten Heinrich Wilhelm Ahlsweden selig Harm Christoph Ahlsweden zu Diedelmisssen Sohn, als Senior der Ahlsweden, so wie auch Johann Heinrich Christian des ersteren Sohn, Johann Heinrich zu Keyerden, Johann zu Imsen, Johann Heinrich, Johann Christoph, Gehrhard und Heinrich Christian, Gebrüder, (alle) Ernst Heinrich selig (zu Kaierde Nr.6) Söhne, Ernst Heinrich, Johann Friedrich, Johann Christian, Heinrich Christoph, selig (zu Kaierde Nr.7) Söhne, Johann Christoph, Engelhards (in Eschershausen) selig Sohn, Johann Christian und Heinrich Christoph, Ernst Heinrich zu Middahl sel. Söhne, Johann Christian (in Holzen) und Johann Friedrich (in Grünenplan), Anthons (in Holzen) selig Söhne, Hans Heinrich, Christian, Hans Christoph selig Söhne und Johann Heinrich, Christophs selig Sohn, sämtliche Gebrüder und Vetter die Ahlsweden mit zwey Hufen Landes zum Heydale, die Fricken Panne zu Kaieren unterm Pfluge gehabt, mit dem obere Iberg mit einem Kothhofe beym Knicke, da das so genannte Fricken Pannen Sohn aufgewohnet hat, und in das Guth mitgehöret mit zwey Hufen Landes, die Knochen Hufe genannt, auch zum Heydale gelegen, zwey Hufen Landes zu Deselitzen in den unterm Hagen genannt, auf dem Grethofe, noch mit zwey Hufen zu Delitzen eine Wiese auf dem Lünierfelde genannt die Wiesmanns Wiese. Neun Morgen Landes belegen in der Feldmark zum Kayerde und in das Guth mit gehöret, fünfzehn Morgen in der Feldmark zu Deselitzen, mit dem Zehnten über dem Iberg, über dem Heydahle und dort über alle diese vorbeschriebene Güter mit allen dessen Gerechtigkeit und Zubehörung, wie die belegen sein im Holze, im Felde, Wasser, Wiesen und Weiden, nichts davon ausgenommen, und ich Wilhelm Leopold von Klencke soll und will denen Ahlsweden und ihren manneslehnleibes Lehns Erben dieser vorbeschriebenen Güter rechter Herr und Gewehr seyn, wann und wie öfters ihnen Noth ist, und sie das von mir begehren werden. Zur Uhrkunde dessen ist dieser Brief von mir eigenhändig unterschrieben, nebst angehängten gewöhnlichen Lehns=Siegel derer Klencke.
      So geschehen Hämelschenburg, den 1ten October 1787 W. L. von Klencke



    6. [S103] Quelle: Archiv der Familie Klencke Hämelschenburg.
      Lehnstermin im Januar Anno 1790
      Der Lehnsbrief liegt im Archiv derer von Klencke
      Dies sind sämtliche Gebrüder und Vettern der Ahlsweden.
      Der Text ist wieder vom vorherigen Lehnsbrief abgeschrieben.
      Hämelschenburg den 22. Januar 1790
      In dem heutigen Lehnstermin erschien Johann Wilhelm Alschweden, selig Christoph Sohn von Holzen unter dem Rothen Stein als Ältester seines Geschlechts und erklärte:
      1. Den jüngsten Lehnsbrief vom 1. Oktober 1787, den ältesten von 1559 habe er aber von des verstorbenen Seniors Witwe noch nicht überliefert erhalten. Jedoch finden sie sich an bei den Abschriften der Lehnsakten.
      2. Die Quittung über bezahlte Lehnsgelder
      3. Den Muth-Schein (Maut=Zoll, Benutzungsgenehmigung)
      4. Die Vollmachten der Mitbelehnten habe er weil solche sämtlich des Schreibens unerfahren und sehr gestreut wohnten noch nicht berbeischaffen können.
      5. Ebenso auch nicht das Verzeichnis derer zu Belehnenden. Wegen des Verzeichnisses der Lehnsstücke bezöge er sich auf dasjenige was 1781 übergeben wurde.
      6. An Lehns-Geld zahlte derselbe 20 Taler
      Schreibgebühren und Muthschein 4 Taler
      24 Taler
      Das Lehn-Geld zu 20 Taler hat Herr von Klencke selbst erhoben. Nachdem nun Vasallen hierauf wiederum belehnt werden, so ist zu wiederholen, das Vasallen auch noch zu allen Dingen das Verzeichnis der zu Belehnenden anzubringen haben und als dann der neue Lehnsbrief gegen das Huldigungsschreiben und Verpflichtungserklärung ausgefertigt und ausgeliefert werden soll.
      Der Lehnsbrief für Anno 1790 fehlt.
      Der Lehnsälteste war jetzt Johann Wilhelm Ahlswede aus Holzen. Von diesem Familienzweig sind keine schriftlichen Unterlagen vorhanden.