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Sahnestücke sind schnell weg

Von Kim Hüsing

BETHELN/GRONAU - Biszu 60 Wohneinheiten, ein Cafe, eine Tagespflege und Gemeinschaftsräume entstehen ab Frühjahr 2019 auf dem ehemaligen Penny-Gelände in Gronau. Zur Zeit müssen die ehemaligen Gebäude des Nachbargrundstücks, der Gesemannsche Hof, weichen. Doch auch auf dem Gelände an der Hohlstraße und im Wilhelm-Fricke-Haus stehen umfangreiche Arbeiten an, wie Investor Dr. Uwe Marhenke aus Betheln der LDZ verrät.

Das Grundstück an der Hohlstraße erfordere „recht schwere Maßnahmen", was die Tragfähigkeit angehe, sagt Dr. Uwe Marhenke. Doch dies hätten schon die Bodengutachten im Vorfeld ergeben, so dass sich das Unternehmen darauf einstellen konnte. Kies-Rüttelsäulen, die sechs Meter tief im Abstand von etwa zwei Metern in die Erde gesetzt werden, sollen für den Unterbau des späteren Verwaltungsgebäudes sorgen. Darauf wird dann neben einer Kiesschicht ein Streifenfundament gesetzt, bevor die eigentliche Bodenplatte folgt. „Bis Ende August sollte der Rohbau aus Kalksandsteinmauern stehen", gibt Marhenke einen engen Zeitplan an. Der Innenausbau werde sich dann allerdings hinziehen, so dass Marhenke davon ausgeht, im Frühjahr kommenden Jahres einziehen zu können. Die Büroräume in Betheln werden dann wieder als Wohnungen hergerichtet.

Auf der anderen Straßenseite hingegen entstehen nach und nach mehrere Wohngebäude mit 49 bis 60 altersgerechten und barrierefreien Wohneinheiten. Der Wohnpark wird mit eineinhalb Jahren Bauzeit, die im Frühjahr 2019 beginnen, angesetzt. Neben den Wohnungen wird ein Zentralgebäude auf Höhe der heutigen Märkte errichtet. Dort finden unter anderem eine Tagespflege der Johan-niter und ein Cafe Platz. „Grube wird ein ähnliches Cafe betreiben wie Biehl", so Marhenke. Der Standort sei ideal und solle auch während des Neubaus nicht aufgegeben werden. „Wir werden wohl auf dem Grundstück am Wilhelm-Fricke-Haus übergangsweise einen Container aufstellen, in dem Brot und Brötchen verkauft werden können", stehe er mit Grubes in engem Kontakt. In Richtung Steintorstraße entsteht eine so genannte Parkpalette, die das Parken auf zwei Ebenen ermöglicht. „Die ungeschützte Ebene wird 1,50 Meter über dem Boden aufgebaut", beschreibt Marhenke, dass es sich landschaftlich einfüge. Er geht davon aus, dass das erste Gebäude im Frühjahr 2020 bezugsfertig ist. Da die Gebäude jedoch alle über ein Nahwärmenetz aus der Heizung im Zentralgebäude gespeist würden, müsse diese erst einmal installiert sein. Bezug nehmend auf das gescheiterte Bauprojekt eines Unternehmers aus Lübeck am ehemaligen Realschulgebäude (die LDZ berichtete) versichert Marhenke, dass seine Unternehmen Bauprojekte grundsätzlich über ihre Hausbanken, nicht via Crowdfunding finanzieren. „Wir haben einen hohen Verbraucherschutz in Deutschland", werde so das Risiko für die Eigentümer und Käufer minimiert.

Aufgrund des hohen Baustandards und der „eskalierten Baupreise" durch immer weitere Auflagen werde sich die Wohnungen allerdings „nicht jeder leisten können". Zunächst ist vorgesehen, die Wohnungen Wohnblock für Wohnblock zu vermarkten. „Die Sahnestücke sind immer schnell weg", weiß Marhenke aus Erfahrung. Insbesondere die erste und zweite Etage zur Südseite sei immer beliebt - noch bevor das Gebäude stehe. Umgeben werden die Bauprojekte auf beiden Seiten der Hohlstraße von Grünflächen und Baumbeständen. „Wir setzen auf heimische Bäume", werde auch der ursprüngliche Alleecharakter an der Steintorstraße wieder aufgenommen. Die dortigen Bäume, die innen hohl waren, sind inzwischen gefällt. Zeitgleich zum Bau des Wohnprojektes wird das Wilhelm-Fricke-Haus nebst Wohnhaus saniert. „An der Außenfassade werden wir nichts verändern", ist es Marhenke ein Anliegen, auch hier den Charakter eines alten Hauses wieder herzustellen. „Es wird im Wilhelm-Fricke-Haus keine Teppichböden geben und der untere Bereich wird eher größer", außerdem müssten die WC- und Heizungsanlagen erneuert werden. Im Frühjahr soll es noch eine Info-Veranstaltung zum Wohnprojekt für alle Interessierten geben.



Gesemannsches Anwesen in Gronau/Leine im Abriss




Besitzer/QuelleLDZ
Datum7 Apr 2018
DateinameGronau_Geesemann_Abriss 2018007.jpg
Dateigre849.87k
Gre1627 x 970

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